Was heisst: Berner sein?

Ghüderabfuer-Kaländer am Chüelschrank.
Beltina Zyberaj, Floristin

Me diskutiert bim Znacht ds Zmittag.
Lulcim Taci, Gebärdensprachdolmetscher

E Nacht im Dachstock, u me mues di verrouchte Chleider usehänke, no ganz wi früecher.
Key Dos Santos, Technischer Zeichner

Jede Turi wo uf dr Wälle usechunnt u meint, är sig im Houptbahnhof, isch e arme Siech.
Yannick Mastroianni, Touristikasstistent

E Stadt isch kes Volk u mir si lang nid au gliich.
Michel Stalder, Fahrzeugpfleger

Loeb-Egge isch zentral.
Gabriela Ruch, Feinmechanikerin im 2. Lehrjahr

Drü Regle für Erfolg: Standort, Standort, Standort – insofärn wohni hie fautsch.
Nardan Knup, Goldschmied

Dr bekanntischt Bärner isch e Ämmitaler.
Remo Widmer, Wirt

Jedi Liebi isch ä Züri-West-Song.
Dijana Bekcic, Kunsttherapeutin

Mini Groseltere si hie härecho. I blibe.
Ali Sezer, Kundenberater

I bine chline Bärnburgerfisch. Imne chliine genetische Pool.
Markus Hofstetter, dipl. Architekt

D Proschtata tue weh vom jahrelange Büroone.
Ueli Rutsch, Bundesbeamter

Bärnerin by choice, sueche no my voice.
Lindsey Goff, Biologin

I hätt doch d Suppe söue nä. Ds Mönü drü. Tee schtatt none Cremeschnitte.
Evelyne Häuptli, Elektromechanikerin

Mi Niderlassigsuswiis, nid mi Identität.
Samire Makshana, Hotelangestellte

Dr Playboy verschteckt ungerere Bige Schweizer Jugend.
Timo Birrer, Journalist

Cha nid chlage. Sött nid. Darf nid.
Laura Milete, Studentin

Krvavica. Belgrad. Aarau. Rorschach. Aarau. Thun. Bern. Aus nächschts?
Ana Vujanovic, Physiotherapeutin

Mini Hormon wüsse nid wo si häreghöre.
Valdete Berisha, Chemie-Assistentin

Luti Meinig, trochene Humor, warms Härz.
Roman Imhof, Detailhandel

Ja, Mueter! I hanes Tatoo!
Daniel Seiler, Kaufmann

25 Millione-Bou für zwöi Bäre. Üs geits guet.
Ines Fernandes, Fachfrau Gesundheit

Tschou! – So grossartigs italiänisch. Sälü! – So grossartigs Französisch.
Alex Schneuwly, Primarlehrer

Berner sind nicht interessiert an neuen Freundschaften.
Mathias Bader, IT

Weni itz da drüber nachetänke, tänki nume drüber nache, wüu i nid cha Nei säge.
David Rebstein, Student

Zersch mau simer Mönsche. När ganz lang nüt.
Rosella Scacco, Reitschul-Aktivistin

Das Beste in Bern

1. Kita Dängelibänz
2. Schützenwegspielplatz
3. Alibabas Bücherhöhle
4. Kornhausbibliotheken
5. Creaviva
6. Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün
7. Der kleine Bund
8. Chor im Breitsch
9. Aare
10. Migrosrestaurant

Julia und Leonid

1
Leonid gibt sich als Schauspieler aus. Er sieht gut aus – hat lockiges, hellbraunes Haar und das Gesicht eines raffaelitischen, ewig-schuldlosen Engels. Zwei Wochen ist es her, seit er versucht hat, ein hundertzwanzig Gramm schweres Diamantencollier aus der Auslage eines Juweliergeschäfts in Neuenburg zu stehlen. Die Verkäuferin, die sich ihm entgegengestellt hat, nimmt noch immer die Nahrung durch einen Strohhalm zu sich.
Beim Überfall auf eine Tankstelle in Stans vor einem halben Jahr hat Leonid den Pächter erstochen – „Das Leben von Martin Bosshard ist in seiner Kürze von Gott als vollendet angesehen“, hat der Pfarrer an der Beerdigung gesagt.
Im Coiffeurladen gibt’s nichts zu holen – insofern scheint Julia in Sicherheit. Aber Leonid ist völlig blank – insofern ist die Ladenkasse ein durchaus verlockendes Ziel. Und Julia steht zwischen ihm und der Kasse.

2
Im Coiffeurstuhl neben Leonid döst ein alter Mann, während Coiffeuse Rita diesem die grauen Nackenhaare rasiert.

3
Leonids Problem ist, dass er kein Ziel hat, keine über den Tag hinausreichenden Pläne.

4
Zwar hat Häfliger den Polizeidienst quittiert, aber auch als Privatmann führt er den Kampf gegen die Unterwelt weiter. Einen Ring von korrupten Regierungsbeamten und skrupellosen Kredithaien hat er zerschlagen. Als nächstes will er den Babykopf, den er unschwer als den Stanser Tankstellenmörder erkannt hat, zur Strecke bringen.

5
„Ich lese von Stücken immer nur die letzte Seite“, sagt Leonid. „Wenn ich feststelle, dass ich das letzte Wort habe, sage ich zu.“
„Wenn Sie mir zwei Tickets für Ihre nächste Vorstellung geben, brauchen Sie heute nichts zu zahlen“, sagt Julia und greift nach dem Nackenpinsel.
„Ein faires Angebot!“
Unter seinem Umhang hat Häfliger dem Polizeikommandanten eine SMS gesandt. Die Schweizer Illustrierte rutscht ihm vom Schoss. Leonid dreht sich zur Seite. Einen kurzen Moment schauen sich Häfliger und Leonid in die Augen.
Leonid springt aus dem Sessel, reisst sich den Umhang vom Hals, klopft Häfliger auf die Schulter und ist in der nächsten Sekunde aus dem Laden verschwunden.

6
Den Wagen des Gangsters beschreiben Julia und Rita als grau, Häfliger als blau. Sie haben ihn nur von hinten gesehen, und keiner hat das Fabrikat oder gar das Kennzeichen erkannt. Jedenfalls, als die Polizei kommt, ist Leonid längst im dichten Abendverkehr untergetaucht.

7
Die ganze Fahrt über kratzt und sticht es Leonid im Nacken. Es kommt ihm vor, als trüge er ein neues Hemd – eines, aus dem er die Verpackungsnadeln herausziehen vergessen hat.

Wettstein

Klaus Wettstein, ein 50-jähriger Makler, sagt seinem Eheleben im Fischermätteli Adieu und zieht zur wesentlich jüngeren Geliebten nach Manhattan („Sie weiss noch nicht alles, ahnt aber schon viel.“)
Erst die Hochzeit der Tochter bewegt den für Nostalgie anfälligen Mann zur reumütigen Rückkehr. Die hastig zusammengeschusterte Liebeserklärung („Clodette, was gibt es Daseinserfüllenderes als ein Fahrradausflug mit der Familie, im Fahrtwind pfeifen, mit Mann und Tochter und Schwiegersohn …“) lässt seine Frau kalt und mit wenig originellen Gags beim Festessen verscherzt er sich die Sympathien der Tochter: „Mariechen, du gehörst zur glücklichsten Generation aller Zeiten, deine bedeutendste Sorge besteht in der korekten Handhabung der Küchengeräte.“
Derweil seine Geliebte in raschen, kleinen Schritten, mit klappernden hohen Absätzen die Park Avenue hoch zu einem Date geht. Verliebt. Beschwingt. Daseinserfüllt pfeifend. In der Handtasche ein Bändchen Hesse, ein Geschenk des bereits vergessenen Wettsteins. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

Die Gründung von Bern

Hochmittelalter. Herzog Berchtold aus dem südbadischen Geschlecht der Zähringer amüsiert sich mit seinen Kameraden beim Würfeln und Bogenschiessen, da packt ihn der Ehrgeiz und plötzlich will er es als Städtegründer zu etwas bringen.
Er wählt eine Flussschleife zwischen Burgdorf und Freiburg und benennt den Ort nach dem ersten Tier, das seine Jäger aus dem nahen Eichwald zurückbringen (Barthuhn). Er bestimmt ein paar Leute, die Barthuhn (Barten – Bärten – Bärn) bauen und bewohnen sollen und zieht weiter.

In Gottes Namen

1528. Flückiger führt Kranke über die Gemmi zu den Heilquellen von Leukerbad, um sich und seiner Braut Elsie eine Existenz aufzubauen. Als er mit seinem verletzten Maultier ins Simmental zurückkehrt, hat Elsie geheiratet, und Flückiger gerät in den Strudel der staatlich verordneten Reformation. Altäre und Bilder verschwinden aus Kirchen, Messen werden durch Gottesdienste ersetzt. Flückiger verarztet sein Maultier und verpasst den ersten protestantischen Gottesdienst in der gesäuberten Kirche. Er wird als unbekehrbarer Katholiken gebrandmarkt und seiner Ersparnisse beraubt. Er steckt die Kirche in Brand und flieht in die Berge. (Elsie folgt ihm nicht.)

Rousseau auf der Flucht

1762. Nach der Veröffentlichung seines Erziehungsromans „Emile“ wird der Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau per Haftbefehl gesucht. Er flüchtet auf die St. Petersinsel bei Biel. Seine Fans stellen ihm nach, umzingeln das Inselhaus, prügeln sich mit bernischen Beamten, die Rousseau auf Druck von Frankreich und Genf ausweisen wollen. Ein Sonderkommando stürmt das Haus. Rousseau entzieht sich ihm, indem er durch eine Falltür neben dem Kachelofen seiner Wohnstube verschwindet.

Matthof

Ende 18. Jh. Nach dem Tod des Matthof-Bauern erbt der jüngste Sohn – Simon Tanner, Dragoneroffizier der Schweizer Garde in Frankreich – den Matthof bei Sumiswald im Emmental.
Der Hof wird bewirtschaftet von Simons Brüdern Peter und Walter. Simon Tanner kommt mit seinem Dragonerpferd nach Hause. Peter und Walter müssen von Rechts wegen den Hof verlassen und werden Anführer einer Bande von besitzlosen Kühern und Knechten. Sie überfallen Höfe, schänden Mägde, stehlen Käse und Pferde. Bei einer Bauernversammlung plädiert Simon Tanner für einen gemeinsamen Einsatz gegen die Tanner-Bande. Peter und Walter erscheinen selbst auf der Versammlung und mahnen die Bauern mit gezückten Messern und Schwertern, sich zurückzuhalten. Simon gelingt es, den wankelmütigen Walter für seine Dienste zu gewinnen: Walter lässt sich entwaffnen und erhält Simons Dragonerpferd.
Peter kommt mit der Bande auf den Matthof geritten. Er zwingt den abtrünnigen Walter, das Pferd zu töten, während seine Leute den Stall, die Scheune, das Bauernhaus niederbrennen. Simon und Peter bringen sich gegenseitig um.
Walter verlässt die Heimat und stirbt als Wachsoldat der Schweizer Garde beim Sturm auf die Bastille.

Holz ist Geld

Mitte 19. Jh. Hans Barben aus Guttannen im Haslital gibt die von seinem Vater ererbte Knochenstampfe auf und beteiligt sich an der aufblühenden Holzschnitzerei. Dabei versucht er, auch ans Holz von Lina Indermühle (Brunnentröge und Schindeln) ranzukommen. Als Lina Indermühle durch Barbens Anstrengungen schon fast ruiniert ist, verliebt er sich endlich in sie. Bei einem riesigen Brand in der Sägerei geraten Hans und Lina in Bedrängnis. Sie werden von Besenbinder Lutz gerettet. Barben schränkt seine Gewinnsucht ein.

Jura mon amour

1978: In geheimer Absprache beschliesst der bernische Grosse Rat in einer geheimen Sitzung etwas gegen die Béliers, die organisierten Unabhängigkeitskämpfer aus dem Jura, zu unternehmen.
Sie engagieren Paul Jordi aus Delémont, der die Béliers aus seiner ruhelosen Jugend kennt und bereit ist, sie zu unterwandern. Jordi lässt sich als Kellner im Restaurant der umwerfend schönen Valérie Favre anstellen. Paul Jordi provoziert die Béliers zu einem Anschlag auf das Rathaus in Moutier und lässt ihnen einen Hinterhalt legen. Um sich nicht zu verraten, muss er beim Anschlag selbst mittun, kommt in den Kugelhagel der Polizei, der die Béliers vor dem Rathaus erwartet. Er wird verwundet, aber von Valérie Favre noch rechtzeitig geborgen.
Die Béliers werden unschädlich gemacht, die Verschwörung im Grossen Rat fliegt auf, das Schweizer Stimmvolk spricht sich für die Unabhängigkeit des Jura aus, Valérie und Paul heiraten.

Occupy Berlin

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Occupy Rütli

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Stabilo Due

Mit Blick auf die besorgniserregende Lage in der kriselnden EU schliesst der Schweizer Verteidigungsminister Ueli Maurer nicht aus, in den nächsten Jahren die Armee zu brauchen. Bricht die EU auseinander? Zerfällt die Eurozone? Schon jetzt probt die Armee in der Übung Stabilo Due den Ernstfall: Tausende Armeeangehörige üben das Umrechnen von Drachmen, Lire, Mark, Peseten, Francs, Gulden und Schilling in Schweizer Franken, damit die zu erwartenden Flüchtlingsströme noch an der Grenze effizient in Mit Vermögen und Mit ohne getrennt und abgefertigt werden könnnen.
Bereits schlagen hunderte dyskalkulische Rekruten und Soldaten den blauen Weg ein, um mithilfe eines medizinischen Gutachtens dem Grauen des Dienstes in der Wechselstube zu entgehen.

Pulver

Referat von Regierungsrat Bernhard Pulver, Erziehungsdirektor des Kantons Bern:

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Medienschaffende, 
liebe Gemeindebehörde

Ich begrüsse Sie zur Medienkonferenz „Wo steht die Volksschule heute?“ hier im Belper Oberstufenzentrum Mühlematt.
Für rund 8‘800 Erstklässlerinnen und Erstklässler beginnt am nächsten Montag die obligatorische Schulzeit. Der Schuljahresbeginn ist ein idealer Zeitpunkt, um über Erreichtes Bilanz zu ziehen und einen Blick auf die kommenden Entwicklungen in Kindergarten und Volksschule zu werfen. Jeder Bergsteiger weiss es: bei anspruchsvollen Bergtouren ist es notwendig, regelmässige Standortbestimmungen vorzunehmen. Der Bergsteiger muss:
– den Routenverlauf prüfen und
– die Wetterlage neu einschätzen

Die Wetterlage ganz neu einschätzen müssen wir bei der Betrachtung folgender in volksschulnähe geschossener Aufnahme:

(Pulver zeigt auf die Powerpoint Folie Mother Fuck the Police).

Was sagt uns diese Aufnahme zu den Entwicklungen in Kindergarten und Volksschule?
Schlecht bestellt scheint es um Ausdrucksfähigkeit und/oder Rechtschreibleistungen zu stehen, wenn ich mich als Erziehungsdirektor den Kopf darüber zerbrechen muss, was der Sprayer / die Sprayerin mit seiner/ihrer Aussage gemeint haben könnte.

Was heisst „Mother Fuck the Police“?
Ist es der Schrei eines Jugendlichen, der seiner in Depressionen und Handschellen gefangenen Mutter verzweifelt zuruft: Mueter, figg d Polizei!
Oder aber ist es der heisse Rat desselben Jugendlichen an uns in Sex-Routinen-Verstrickte, nämlich die Polizei zu ficken in der (mir völlig rätselhaften) Mutterstellung?

Solche und ähnliche Standortbestimmungen muss ich während meiner Amtszeit immer wieder vornehmen. Vielleicht ist es sinnvoll, angesichts des aufkommenden Bildungs-Gewitters eine Routenänderung vorzunehmen und uns bei fortscheitender Schlechtwetterlage ein bescheidenes Bildungsziel zu setzen.

Für mich heisst das Stichwort „pädagogischer Dialog“:
Englischlernen ist ein sozialer Prozess zwischen Schüler/in und Lehrer/in.
Sprayen ist ein sozialer Prozess zwischen Autor/in und Leser/in.
Bildung ist ein sozialer Prozess zwischen Menschen.
In diesem Sinne: Mother Love the Authorities.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Sylvia Kristel

Zum Gedenken an die unlängst verstorbene Schauspielerin Sylvia Kristel beschliesst der Vorstand des Länggass-Leist mit einfachem Mehr, das als Püppibaum bekannte Gewächs in der Zähringerstrasse in Emanuelle umzubenennen.

Schanzenpost

Ganoven aus der Inneren Enge nehmen die gerade fertiggestellte neue Schanzenpost bereits eine Woche vor der offiziellen Eröffnung in Betrieb und wirtschaften die eingezahlten Beträge in die eigene Tasche. Ein perfektes Verbrechen, so scheint es, aber ein mit dem Service unzufriedener Briefmarkensammler, eine elektronische Paketwaage und ein wachsamer Velokurier machen ihnen einen Strich durch die Rechnung.
„Traurig bin ich, ohne dich – wer immer du auch warst“ singen die Ganoven im Spazierhof des Regionalgefängnisses in den für Tischtennis und Tischfussball vorgesehenen Stunden.

Tschäppät

Während Rikschas mit seinem Porträt die Touristenherden vor dem Zytglogge aufscheuchen, ist der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät auf Mission in den USA: Eingeladen von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg stellt er dessen Stadtreinigung effiziente Massnahmen gegen Littering vor.
Wir haben Alex Tschäppät in der City Hall gesprochen. Sein Händedruck ist auch im achten Amtsjahr kräftig.

Herr Tschäppät – Sie stehen kurz vor der Wiederwahl …

Halt! Ob ich wiedergewählt werde, entscheidet sich am 25. November.

Hatten Sie Lampenfieber, als Sie Ihrem Amtskollegen gegenübertraten?

Nein.

Was haben Sie Bloomberg in Sachen Müll geraten?

Ich habe Berns Sauberkeitskampagne von 2001 vorgestellt. Provocation and Role Play, sagte ich.

Der öffentliche Raum strotzte damals vor Hinweisen wie „Chotzbrocke“ oder „Dräckfötzu“.

Nach den hübschen Kübel-Sujets wie „Schmutzengel“ zündeten wir die zweite Stufe, richtig.

Haben Sie Bloomberg von Ihrer Kampagne überzeugen können?

Er ist überzeugt, mit klaren Zeichen eine markante Verhaltensänderung bei der Bevölkerung herbeiführen zu können. Unsere Strategie löste bei seiner Entourage Adrenalinschübe und Schreibzirkel aus.

„Schysshung“-Schilder wurden damals in Bern gewaltsam demontiert.

Die Kampagne wurde nicht von allen geschätzt. Aber das wird Politik nie. Wissen Sie, was Bloomberg zu mir gesagt hat?

Nein.

Alex, sagte er, do you know what you are? You’re a Do-er. There are Do-ers in the world and there are Watchers. And the Watchers sit around watching the Do-ers do. Und wissen Sie, was ich gesagt habe?

Nein.

Well, sagte ich. Mike, when I see your garbage out there, it is harder for me to watch than to do.

Vielen Dank für das Gespräch.

Ich danke Ihnen.

BE – NY

Das fehlende Telefon ist einer der vielen kleinen, glücklichen Zufälle, die dazu beitragen, dass Christians Versuch, es „einfach mal“ mit sich allein diese paar Tage auszuhalten, gelingt.
Aus einer dieser überflüssigen Telefonkabinen ist ihm damals seine spätere Kampfscheidung entgegengestürzt – wie lange ist das her?, fragt er sich – hat ihn umgerannt, die Leine ihres Terriers hat sich zweimal um ihren Rock gewickelt. Bevor sie endgültig verschwinden wird, hängt sie neun Monate in seiner Exilwohnung herum, wo sie sich die Telefonschnur um die Finger wickelt und verheulte Endlostelefonate mit ihren drei Brüdern in Finnland führt, von denen zwei ihr raten, Christian zu erstechen. Diese Zeiten sind endgültig vorbei, denkt Christian erfreut, und erinnert sich an dieses Off-Off-Broadway-Stück – oder war’s im Schlachthaus?, in dem sich fünf Figuren mit Mobiltelefonen unterhalten, während sie in derselben Drehtür feststecken.

BE – NY

Die Herbstferien mit Jeanseinkauf verbringend, stellt Christian fest, dass in Midtown New York seiner heimatlichen Balkongemütlichkeit nachgeeifert wird.

Hugo

Da macht sich Hugo nichts vor: Bezwungen ist der Berg erst, wenn auf dem Spitz die Schweizer Fahne weht.

Harbor

You haven’t seen Bern when you have not seen its harbor.
Nature has done little for it, and government has done less.
The concentration of business is so high here, it will take many years to
overcome all difficulties:
The river’s strap will be straightened, the fishmarket paved,
the harbor enlarged and the piers filled with Cuban and Chinese vessels.

Bern is a city of desirable aspects to the eye and the feet,
but the harbor is the merchant’s ideal of paradise. It smokes and roars.
The river is choked with craft, the streets are filled up with boxes and bales,
swarms of dock workers are going in and out.

The merchants can’t get goods from the East and West fast enough:
Car seat covers in January,
Air conditioners in February,
Appliances in March,
E-Bikes in April,
Drapes and curtains and Camping equipment in Mai,
Bathing suits in June,
School clothes in July,
Batteries and mufflers in August,
Coats in September,
Television sets and phonographs in October,
Handbags and frozen vegetables in November,
Party items in December

All this incessant turnover under the relaxed observation
of Björk and Finn in their sloping park
– two lovely bears chewing carrots and ship rats and
the captain’s labrador and anything that won’t eat them first.

to Peter Bichsel, Author of: Im Hafen von Bern im Frühling.

Sentimental Mood

You’re a father –
and this is why you are now the sort of man who cries, all the time.
It’s not a totally new phenomenon for you.
You’ve never been a brave soldier – keep calm & carry on –
but since you’ve become a father:
– You break down in the middle of a Pippi Longstocking chapter.
– You start weeping when you hear Susan Boyle singing I Dreamed A Dream on Youtube, something that would have made you vomit just a few years ago.
– You cry when you look at your photos from Chile, weep at birthday scenes in movies. Richard Gere saying „Kids! Come over here, help me blow out the candles“ is just too much for any grown man to take.

You are a father –
and this means you’re a child again. A child among children.
That’s the best part of it.
Sawing branches, sharing Smarties, playing with Lego bricks, with Matchbox cars and felt pens.
Lying next to them, singing Thunder Road and Born To Run until you fall asleep.
You call to say a gift is on its way. This gift, you imagine, will blow their minds. It will knock their socks off. Of course, just thinking of them opening the gift pack knocks your socks off first.
You live through another childhood.
Without the vulnerability, the horrors and fears you suffered in your first childhood
– and you can’t protect them from having their share.

You go to these dark places,
imagining all the horrible fates that can befall your brood.
The senseless evil that comes upon people. War and violence. Diseases.
Hormonal imbalances, silence in the German lesson, body-image disorders, date rape, diminished opportunities. A friend is mean for no reason. There’s a boy at school, and your daughter likes him, but he likes Barbara and Florencia – it’s complicated.
The world is a place fraught with uncertainty and sorrow,
and you can’t protect them from getting hurt.
You feel terribly helpless, but say defiantly to yourself:
„At least, they know how smart and beautiful they are – because I tell them.“
They grow up at an alarming rate. But you are in the moment with them, every step of the way.
You now often cry at the sight of flowers.

Suppe

„Und dann sage ich zu ihm: Probier mal die Suppe. Ist sie nicht in Ordnung? fragt er. Probier sie mal, sage ich. Ich bringe dir eine neue, Schatz, sagt er. Probieren!, sage ich. Es ist noch Huhn da, sagt er, und Maissalat, wähl’s dir aus. Probieren!, sage ich. Er setzt sich an den Tisch und sagt: Wo ist der Löffel? Aha, sage ich.“

Zahnarzt

Es ist nur logisch – und gereicht dem Zahnarzt keineswegs zur Ehre – dass man auf der Toilette in seiner Praxis, inmitten von verschiedenen unbeholfenen erotischen Versen und Telefonnummern, Verwünschungen auf ihn und seine Kunst lesen kann.

Carl

Carl, der kurz vor seiner Begegnung mit der Schwerkraft steht, dehnt die vordere Oberschenkelmuskulatur im Einbeinstand.

Charlotte

Herbert gewöhnt Charlotte schrittweise daran, gebratene Mäuse zu riechen, zu sehen, zu berühren und schliesslich zu verspeisen.

And who protects me from passive reading?

Good advice

„Avoid reading Ben’s Facebook updates, Sweetie, so you have something to talk about on your date. And wait at least a couple of hours after a major private tragedy to post jokes about it, alright?“

Encouragement

Do what you love, it will lead to where you want to go.

Marie

Marie is glad she can talk to her students about fictional characters as if they were real, and have them still think she’s sane.

Friendship

Friendship must be built on a solid foundation of shared posts and sending each other funny links.

Jeanne

Nick is definitely the man Jeanne wants their children to spend their weekends with.

Great Moments in Swiss History I

1291: Tax Rebel William Tell.

Great Moments in Swiss History II

1803: Napoleon’s Mediation or: The Proclamation of the Swiss Confederation.

Great Moments in Swiss History III

1942: Closing the Borders for Jewish refugees.

Great Moments in Swiss History IV

1971: Women’s suffrage (at federal level).

Great Moments in Swiss History V

1988: Elisabeth Kopp or: Shakarchi-Gate

Bedtime Prayer

Now we lay us down to rest
we thank the Lord, our lives are blessed.
Thanks for always helping Mom and Dad out financially
so we can focus on becoming intellectuals.
Help us that someday our lives may be as awesome as
we pretend on facebook.
And thanks for the guinea pig. You’re getting better
at reading our minds.
Now, keep us through the night
til the pleasant morning light.
Amen and Cheers.

The Town’s Landmark

Breakfast

Songs

Words

Legends

Fanshop

Airport

Art

Kaffee

Mehrfahrtenkarte

Kids